Abgesehen von den Ausnahmen alle vier und alle paar hundert Jahre: In jedem Jahr steht uns die gleiche Zeit zur Verfügung. Sie fliegt dahin und hinterlässt ein Gefühl. Welches das ist, tja, das bleibt uns faktisch selbst überlassen.
Um nicht so sinnlos Zeit zu vertreiben, gebe ich mir eine Rahmung und betitele den Jahreskreis mit einem Wort. In 2025 war es „Führung“. So widmete ich mich in meinem Blog elf Aspekten und nahm verschiedene Perspektiven ein. Vielleicht magste ja nochmal nachlesen.
Unter dem Strich bin ich froh, dass 2025 ausläuft. Das sage ich nicht oft, alleine es fehlte in diesem Jahr aufgrund privater Umstände an Urlaub und Krafttankstellen. Coole Veranstaltungen durfte ich moderieren, unser langjähriges Haustier begab sich auf die letzte Reise. Einige Türen wurden unnötigerweise zugeschlagen, Tischtücher zerschnitten. All das hat Nerven gekostet. Aber ich wäre nicht ich beziehungsweise wir wären nicht wir, würden wir das nicht gemeinsam angehen und durchstehen.
„Begleite mich durch die vier Quartale eines bewegten Jahres, wenn Du magst.
Diesen Rückblick habe ich die KI schreiben lassen und habe lediglich minimal angepasst. Alles eine Frage des Prompts! Für diesen nahm ich mir eine Viertelstunde Zeit. So arbeite ich das ganze Jahr vor, denn jede Woche bekommt bei mir in der Rückschau einen Namen und ich wähle das Highlight aus, um mich zu erinnern und meine eigene Entwicklung zu dokumentieren.“
So schrieb ich das bereits im letzten Jahr und zitiere mich einfach mal selbst.
Mein Tätigkeitsfeld erweiterte ich, die Arbeit in und mit Social Media ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen. Pragmat, der ich bin, gehe mit, und passe mich an. Dienstleistern von Übersee stehe ich weit kritischer gegenüber und distanziere mich zunehmend. Auch politisch sehe ich Europa in der Pflicht und orientiere mich an europäischen Lösungen. Schritt für Schritt.

Und ja, es wird. Auch im Kleinen kann jede und jeder von uns einen Beitrag leisten. Denn Wandel ist immer. KI, leg los!
Quartal 1: Führung im Anfahren
Führung fühlt sich für mich zu Jahresbeginn klar an – zumindest auf den ersten Blick. Die Umsetzung folgt direkt, weil Aufschieben für mich einfach keine Option ist. Meinen Fokus muss ich mir nahezu diktieren. Ein Halo aus Erwartungen liegt über allem: von außen wie von innen. Im Atelier der Malerin Corinna Schnabel in Havixbeck bringe ich meine Vision auf Leinwand. Diese 120×80 begleitet mich fortan, zieht mich nach vorn, fast automatisch, und wischt meine Zweifel vom Tisch. Das CoachCamp Köln wird so zum Startpunkt und eigentlichen Jahresstart, nicht nur terminlich, sondern innerlich. Ich nehme an Fahrt auf.
Termine, Termine, Termine. Ein Kontinuum entsteht, ohne dass ich es bewusst plane. Meine Reiseverlauf plätschert vor sich hin, und ich frage mich: Trägt das noch oder beschäftigt es nur? Always busy ode Business? Meine Motivation für etwas Neues kommt, ist da und verweilt in Wellen. Ich erlebe mich selbstwirksam, sehe Wirkung und Resonanz. Gleichzeitig bin ich erschöpft – ein Widerspruch, der bleibt. Ich hinterfrage mich.
Zu viele Faktoren im Außen, Entscheidungen und Verhalten der Bosse digitaler Tech-Giganten lähmen mich.
Trotzdem bleibe ich zielstrebig, weil Aufhören keine Lösung ist. Wie gesagt. Ich sortiere meine Rolle und schärfe meine Positionierung: klarer, enger, bewusster. Mein innerer Dimmer regelt Leistung herunter, nicht aus Schwäche, sondern aus tiefer Einsicht. Privat bleibt ein bisschen zu wenig Raum, doch meine berufliche Klarheit wächst. Ich bin viel unterwegs und denke intensiv über meine Transformation nach. Sie findet sowieso statt. Ob ich es will oder auch nicht. Mein Korrektiv bemerkte dies weit früher als ich.
Quartal 2: Transformation im Umschalten
Ich starte energetisch in den Frühling, fast wie neu aufgeladen. Entscheidungen? Treffe ich energisch! Noch schneller als zuvor, sind sie doch irgendwie bereits vorbereitet. Allein der Mut zur eigenen Courage war bisher noch nicht vollends da. Ich höre, mein Auftreten wirkt geschmeidig, obwohl es innerlich auf Hochtouren in mir brodelt. Gleichzeitig fühle ich mich ständig urlaubsreif – ein leiser Hinweis? Effektiv arbeite ich dennoch weiter, fast routiniert.
So suche ich den Austausch und bleibe gesellig, weil Alleingänge niemals tragen. Mein Credo, meine Haltung. Die Prozesse laufen mir zu langsam und überraschen mich – warum jetzt dieses Tempo? Ich ziehe mich bewusst zurück, um das für mich, mein Business, mein Leben einzuordnen. Manchmal fühle ich mich leer, ohne klaren Grund. Ich buche Coachings, reflektiere – und genau daraus entsteht Erkenntnisgewinn.
Dieser Perspektivwechsel verzaubert mich: Plötzlich fügt sich alles. Ich komme erholt zurück und spüre den Unterschied. Dieses Jahr tritt die Metapher des Dimmens in mein Leben. Den Schalter umzulegen, das war. Mein innerer Dimmer hingegen, der lässt wieder mehr Energie zu, dosiert und kontrolliert. Einige Themen sind kurz heiß gelaufen und dann abgeklungen. Mein Wandel wird konkret(er).
Quartal 3: Dimmer auf Minimum
Der Sommer beginnt für mich bräsig, ohne große Ambition. Alles fühlt sich entschleunigt an, fast ungewohnt. Ein privates Jubiläum zeigt: Wir sind zusammen gereift! Nicht wirklich überraschend, weiterhin stark als Familie. Meine Grundstimmung interpretiere ich als ruhig, fast träge. Von außen werde ich drangsaliert, obwohl ich innerlich Abstand halte. Gelernt ist gelernt, wenn ich spontane Emotionen analysiere und diese in kräftezehrende Gefühle switchen.
Ich reagiere gelassen, bewusst und nicht mehr reflexartig. Ich fasse endlich wieder klare Gedanken, als Coach stelle ich unwillkürlich Hypothesen auf, gleiche sie ab. Sie bringen mir meine Ordnung zurück. Ich werde neugierig auf neue (Aus-)Richtung(en): Was wäre, wenn es leichter geht?
Bewegung hilft und ich werde sportiv, ohne Leistungsdruck. Ab September legt sich der Schleier der Traurigkeit über unser Familienleben, nachhaltig. Der zum Glück schnelle Verlust unserer pelzigen Chefin ist allgegenwärtig. Weiterhin.
Die Tage, Wochen sind dumpf und ohne Kontur – so möchte ich es beschreiben. Ich bin vergesslich und nehme es hin, statt dagegen anzukämpfen. Ich verarbeite. Für eine Zeit tauche ich erneut ab, ganz bewusst. Mein innerer Dimmer schützt mich vor Übersteuerung. Meine Repositionierung ruht und ich sammele Kraft.
Quartal 4: Positionierung im Takt
Ich starte tanzend in den Herbst – ein Konzert-Highlight im Palladium Köln. Ausgelassen, befreiend, befreit. Gelernte Coaching-Interventionen greifen auch bei mir. Routinen greifen diszipliniert und geben mir Halt. Mein Auftreten als Moderator souverän, weil ich weniger erkläre. Der Raum gehört dem Gegenüber.
Persönlich bleibe ich nachdenklich, zurückhaltend und prüfe meine Entscheidungen genauer: Muss das wirklich sein? Will ich das? Was soll eigentlich Einzug halten, wenn sich das andere nicht mehr stimmig anfühlt? Mein Fokus bleibt konzentriert.
Ich blicke stolz zurück, ohne zu verklären. Die Themen entwickeln sich weiter, manchmal wie von selbst. Ich lasse Entwicklung bewusst zu, statt sie zu treiben. Mein Privatleben justiere ich und ziehe Grenzen. Weil ich mich glücklicherweise gegen Übergriffigkeit, Bevormundung und Macht resilient zur Wehr setzen kann. Was mich bei aller Anstrengend positiv stimmen lässt: Die Baustellen sind in Auflösung begriffen. Ich bin bewegt.
Zum Jahresende bin ich dank nötiger Ernährungsumstellung frisch, frei und stabil. Mit vielen Menschen bleibe ich verbunden, meine Beziehungen tragen mich. Mit Druck auf dem Kessel baue ich effizient die offenen Punkte meiner To do Liste auf. Auch deswegen, weil Überflüssiges und Überholtes aus dem Leben gehen darf. Meine Rolle zukünftige klärt sich spürbar. Führung zeigt sich ruhig und klar.
Ja, es wird Veränderungen geben. Sichtbar. Weniger Social Media, mehr Moderation.
Fazit für mein Jahresrückblick 2025: bewegt, volle Pulle!

Ich habe die KI machen lassen. Ich erlaubte ihr, meine Prompts des Jahres zu analysieren, die Konnotation zu überzeichnen. Ja. Das Jahr war herausfordernd, anstrengend, zuweilen doof. Ich bin ernst geworden. Ist in Ordnung, ich bin fein damit. Denn ich weiß:
Aktive Selbstführung verstehe ich als Prozess, nicht als Zustand. Transformation entsteht nicht durch Tempo, sondern durch bewusste Steuerung. Der innere Dimmer hilft mir, Energie gezielt einzusetzen. Positionierung wächst aus Reflexion, Pausen und Erfahrung. Ich gehe klarer und aufgeräumter ins neue Jahr.
Bei aller Fröhlichkeit, die mir anheim ist – und bleibt.
In diesem Sinne: Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
Dein Christoph
Moderator – Digital Berater – Coach
Offline-Business online beleben.
(Photocredit: eigenes Material)
