So. Ich weiß gar nicht, wie ich meiner Wut Ausdruck verleihen soll. Ein Statement über Menschlichkeit und Diversität in Social Media.

Heute möchte ich meinem Ärger einmal Luft machen. Sonst ist das nicht meine Art, denn mein Mindset ist äußerst positiv. In meinem Umfeld wirke und bewirke ich positiv. So entdecke ich in nahezu jedem – auch inneren – Konflikt ein Plus.

Ebenso ein Novum. Das Original zu diesem Beitrag erschien in meinem persönlichen Facebook-Profil. Hier für den Blogartikel und Social Media schärfe ich die Formulierung und stelle einen weitaus stärkeren Business-Bezug her. Denn es geht immer um Persönlichkeit und die hat unmittelbar mit meinem Geschäft zu tun.

Worum soll es also gehen?

Es geht um Werte.

Meine Werte.

Die haben sich nicht verändert. Im Gegenteil: Sie manifestieren sich. Mit jedem meiner Tage auf diesem Erdenrund. In den letzten Jahren – und vielleicht liegt es auch an der täglichen Reflexion, die ich mir einfach gönne – bemerke ich mehr und mehr:

  • wer ich bin.
  • wie ich ticke.
  • was ich mag.
  • wem oder was ich meine kostbare Zeit widme.

Auf meiner linken Wade prangt der Schriftzug

NEUN
ZEHN
NULL
NEUN

in der guten alten Typewriter-Typo. Ich mag es subtil, denn ein Fußball oder das Logo meines schwarzgelben Lieblingsvereins aus Deutschlands Fußballhauptstadt Dortmund wäre mir viel zu platt. Seit fast zwei Jahrzehnten habe ich eine Dauerkarte im schönsten Stadion der Welt auf der Südtribüne.

Heuer ist mir der Spaß und die Begeisterung am Fußball weitestgehend verloren gegangen. Diese Parallelwelt und das Selbstverständnis, mit dem abseits (tadaa, Wortwitz!) einfach so weiter gemacht wie bisher – das nervt mich nur noch.

Egal, wo ich bin…: Ich trete ein für Gleichberechtigung, ich weise auf Missstände hin, ich unterbinde Chauvinismus, ich verabscheue Machosprüche, ich weine bei menschenverachtenden Aktionen. Ja, auch in meinem Freundeskreis ist mir das untergekommen. Und davon habe ich mich distanziert.

Denn meine höchsten Werte sind Augenhöhe, Beziehung, Freiheit. Du siehst, ich lege sehr viel Wert auf Menschlichkeit. Und dafür sorge ich selbstverständlich auch in meinen Coachings, Sprechstunden, Onlinekursen.

Menschlichkeit in Social Media – eine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit?

Menschlichkeit in Social Media (Photocredit: olly18 via depositphotos)Wenn nun also irgendjemand daher kommt, Gleichberechtigung und Diversität mit Füßen tritt und fleißig an der Diskriminierung teilnimmt, dann kriege ich richtig schlechte Laune. So geschehen dieser Tage im Juni 2021. Die Fußballverantwortlichen haben bei mir nahezu jeglichen Kredit verspielt. Alter, es geht um ein paar Farben am Stadion, es geht um ein Symbol der Menschlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit. Eigentlich.

Sollte man meinen. Mir zeigt sich immer wieder, wo und wie das große Rad gedreht wird. Es geht um Geld, Macht und Unterdrückung. Eine Elite, an der ich mich nicht beteilige und die ich nicht unterstütze. Ja, ich vermisse Fußball-Atmo im Stadion.

Ich erwarte ein klares Standing von unserem Fußball. Der ist doch so wichtig für das Nationalgefüge. Und dann darf eine wirtschaftliche Institution gesellschaftliche Vorgaben machen? Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? #EqualGame ist reine Makulatur.

Diese Spielregeln nehme ich zum Anlass, um künftig noch genauer hinzuschauen. Worauf?

  1. Personenprofile in Social Media
  2. Wertschätzende Beiträge und Wortwahl in Kommentaren

In der DDR aufgewachsen, in einer wirklichen Diktatur (ich kann mit Ostalgie rein gar nichts anfangen), von Stasi-Vergangenheit im sehr engen Familienumfeld im Nachhinein erfahren, habe ich dennoch eine feine Kindheit verlebt. Und die hat mich geprägt. Ich war immer sehr ernst, das aus verschiedenen Gründen. Aufgelebt bin ich seit dem Mauerfall. Aus meiner Warte können wir alles sein, was wir wollen. Wenn es denn Toleranz und wirkliche Gleichberechtigung gibt.

Community zählt! Setz Dich ein für Diversität und Menschlichkeit in Social Media!

Dabei wird mir derzeit so deutlich wie selten zuvor: Es gibt Leute/Institutionen/Firmen/Politiker, die dagegen oder feige sind. Oder beides. Mir geht es in meinem Leben darum: für sich sorgen, die anderen ebenso im Blick behalten und mitnehmen. Das ist meine Lebensrealität. Den Menschen, mit denen ich verbunden bin, geht das auch so.

Auch mit meinen Kund:innen teile ich diesen Anspruch. Da bin ich geschult und bemerke schnell, wo gibt es das gleiche Weltbild, Hilfestellung für diejenigen, die es gebrauchen können.

Für mich kam diese Europameisterschaft genau richtig, plötzlich und irgendwie auch unerwartet. Eindreiviertel Spiele habe ich bisher geschaut. Dabei wird es bleiben.

Von Zeit zu Zeit ernte ich sehr persönliche Nachrichten im Messenger, per E-Mail, im Telefonat, im Zoom-Meeting, wie inspirierend und motivierend ich bin. Einer meiner Business Buddys sagte mal: „Du veröffentlichst Sachen und legst es nicht auf Likes an.“ Meine beste Freundin sagte mal: „Christoph, Du bist ein Röntgengerät und ich liebe Deine Weisheitsmomente.“

So sieht das aus. In mir manifestiert sich ein ganz klarer Fokus auf meine Werte. Nochmal: Augenhöhe, Beziehung, Freiheit.

Und nichts davon ist verhandelbar. Nicht ein einziges Ny.

Fazit: Menschlichkeit zählt. Menschlichkeit gewinnt.

Über meine Business-Werte schrieb ich bereits mehrfach, zum Beispiel im Rahmen einer Blogparade. Spannend, diese vergangenen Beiträge. → Doch lies selbst!

In diesem Sinne: herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
Dein Social Media Stratege Christoph Ziegler
«Online-Business lieben lernen.»

(Photocredit: olly18 via depositphotos)

About the Author

J. Christoph Ziegler ist Social Media Stratege und der Kopf bei kumulus ® – besonnen, auf Augenhöhe und immer wohlwollend kritisch. Sein Credo? Offline-Business online beleben! Hier im kumulus-Blog liefert er Impulse zum Start in Social Media und gibt zwischendurch kurze und knackige Tipps für soziale Netzwerke und eine gelungene Kommunikation.

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