Sehr viele Aspekte speisen Dein Vertrauen: das Selbstvertrauen, in Beziehungen Dein Vertrauen in das Gegenüber und in das Zusammen, gemachte und gelebte Erfahrungen mit Augenhöhe, Selbstregulation und, und, und. Jedoch auch technische Helferlein und deren Weiterentwicklung sind insbesondere JETZT in Zeiten von Effizienz durch KI ein vielbesprochener sogenannter Gamechanger.

Du siehst und insgeheim weißt Du das für Dich selbstverständlich auch: Vertrauen ist ein multifaktorielles Konstrukt – persönlich, zwischenmenschlich, technisch. In diesem Artikel möchte ich Dir Ansätze für technisches Vertrauen und Expertise bzw. Tipps für die Entwicklung eigener Kriterien und Maßnahmen für Deine Entwicklung, digitalen Prozesse und Online- Sichtbarkeit skizzieren.

Mitkommen und/oder mitgehen?

In meinem nahen privaten Umfeld habe ich damit auch zu tun und möchte Dir ein Beispiel geben: In unserem Chor gibt’s naturgemäß ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Uns eint die Liebe zu Musik und Gesang; bei Digitalisierung, Automation, Social Media jedoch kommen nicht alle zusammen – oder mit. Wir haben einen Blog, nutzen Insta und Facebook. Den Monatsrückblick schreibt immer eine:r von uns, der dann auch ganz easypeasy in den Meta-Konzern geteilt wird.

Social Media lebt vom Mitmachen – und ja, wir sind klein und fein. Schließlich stieß darüber unsere fantastische Chorleiterin und auch ein paar Mitglieder unseres e.V. zu uns. Dieser digitale Heckmeck wird (wie ich finde nicht sonderlich) konstruktiv diskutiert. Ein büschen Arbeit, Abstimmung und weitestgehend effiziente Prozesse, die uns großartig weitergebracht haben und im Gesangs-Proben-Auftritts-Alltag helfen.

Vertrauen bzw. Kompetenz oder Fähigkeit, technisches Vertrauen aufzubauen. Nun, nicht bei allen gegeben. Ich für meinen Teil bin in 2012 als einer der ersten zertifizierten Social Media Manager Deutschlands mit dem Credo in meine Selbständigkeit gestartet: sensibilisieren, nicht überzeugen! In einer Changemanagement-Weiterbildung lernte ich: 30% der Meute kann oder will nicht. Kümmere ich mich also lieber um die statistischen gut zwei Drittel.

Das halte ich bis heute so. In der Akquisition von Aufträgen, im privaten Umfeld mit Familie und Freunden ebenso. Nur weil ich Zugehörigkeit und Bindung als wichtiges Grundbedürfnis erfüllt sehen möchte, allzu viel Energie verschwende ich nicht in eher aussichtslose Projekte, um es mal ein büschen sachlicher auszudrücken. Da sehe ich Pareto und das Minimax-Prinzip aus den VWL-Vorlesungen bestätigt.

Vertrauen auf den Prozess: Effectuation.

Vielleicht kennst Du auch die Effectuation-Methode, die sehr effizient und effektiv funktioniert. Nimm‘, was da ist und baue „Zufälle“ als strategische Bestandteile in Dein Handeln, Deinen Auftritt, Deine Dienstleistung ein. Hier aus dem Vorhandenen zu schöpfen – und sich nicht in ewiger Sucherei und Hechelei zu verlieren, Kraft zu lassen. Ja, das tut gut.

So ein Vertrauen habe ich in den Prozess. Auch, weil ich durch lange Prozesse meiner Entwicklung und Erfahrungen gegangen bin. Und Erfahrungen sind nicht immer positiv, zuweilen doch euphemistischer Natur. Zurück zur

Technik drumherum – und diesbezügliches Vertrauen.

Ein Blick zurück in die Historie zeigt uns: Veränderung, Wandel, Transformation ist Bestandteil unserer Welt. Für mich ist das alles „nur“ Entwicklung. Ich verstehe und akzeptiere. Und denke, dass es diejenigen Menschen immer leichter hatten, die Förderer an ihrer Seite wussten.

Natürlich, Schafe fraßen Menschen, als der Webstuhl Einzug hielt. Maschinen ersetzten ebenso Menschen, als die Dampfmaschine den nächsten Entwicklungsschub markierte. Henry Fords Massenproduktion katapultierte die Gesellschaften nach vorne. Deindustrialisierung und Tertiärisierung der Wirtschaft logische Konsequenz in Richtung Wissensgesellschaft?

Tja, da haben wir den Salat. Ähm, die Künstliche Intelligenz. Omnipräsent. In jedem Lebensbereich, in nahezu jedem Berufsfeld. Meine Überzeugung: KI ersetzt uns nicht. Ersetzt werden diejenigen, die nicht mitgehen, Prompts entwickeln oder sich derlei Tools bedienen können.

Aufhalten lässt sich dieser Prozess eben nicht.

H2 Vertrauen als Grundlage: Warum es gerade jetzt wichtig ist.

Eine ganz kurze Einordnung für Dich aus meiner Warte. Meine Perspektive auf Menschen, Institutionen und Geschäftsprozesse startet immer beim Menschen. Unser Leben als Mensch, ganz gleich in welcher Rolle oder Funktion Du Dich befindest, ist komplex. Weil unsere Verbindungen und Einflüsse komplex, verquickt und manchmal auch verzwickt sind.

Im Berufsleben effizientisieren Technik und KI. Digitalisierung ist mittlerweile pure Notwendigkeit, der Anpassungs- und Veränderungsdruck zuweilen enorm. Darum ist technisches Vertrauen heutzutage zentral.

Lehnste das ab, gehste baden. Oft genug lese ich derlei Schlagzeilen oder Produktbewerbungen. Mir schnürt sich ob dieser Formulierungen oft der Hals zu. Weil: Manipulation und psychische Verkaufsmasche. Unlauter?

Im Umgang mit Geschäftsentwicklung, dem Aufbau eigener Souveränität und Klarheit für eigene Stärken und Entscheidungen ziehe ich selbstverständlich auch Technik und KI zu Rate.

Mein Urvertrauen in die humane Komponente des Geschäftsmodells: Den Schweiß macht der Mensch, den Fleiß die KI. Stichwort: Prompten für den Prompt.

Als im November 2022 ChatGPT massentauglich wurde, der Hype den Beginn des Trends markierte, waren wir längst auf dem Weg. Seitdem ist aus meiner Sicht eben auch vieles in Text und Bild auch 08/15.

Davon möchte ich mich distanzieren – und rate Dir auch davon ab. Eine andere Seite der Medaille ist auch: Nicht alles, was möglich ist, ist auch nötig.

Derzeit flattern permanent begleitete Online-Kurse für die Erstellung von Webseiten ein. Spannend, wer sich alles plötzlich mit so etwas beschäftigt – und das angeblich auch immer schon tat. Okay, Geschäftsfelder ändern sich. Selbstverständlich.

Einige Funktionen sollten Webseiten als Startseite beziehungsweise Beleg jedweder persönlicher Ansprechbarkeit und Expertise jedoch intus haben: den sichtbaren Aktualitätsbezug. Ist das beispielsweise nicht gegeben, bleibt alles Makulatur.

  • Tagebuch, News-Kategorie o.ä. mittels Blog-Funktion
  • Termine wie Workshops, Trainings, Vorträge o.ä.

Jedoch unbedingt nicht vollständig mit KI. Verstehen, begreifen, umsetzen – das solltest Du schon können. Und umsetzen bedeutet Pflege. Regelmäßig, damit Du für die Suchmaschine UND die KI als relevante Datenquelle herhalten kannst.

Der lokalen Suche kommt mittlerweile weit mehr eine große Bedeutung zu. Das weißt Du. Zumindest hast Du es aber geahnt.

Du musst die Technik des Autos nicht vollends verstehen, Du musst es fahren können. „Ja, aber Daten!“, denkst Du jetzt vielleicht?!

H3 Technisches Vertrauen: Was bedeutet das?

Hier geht es um Sicherheit. Um Deine Sicherheit und Souveränität. Im Umgang mit der Preisgabe Deiner empfindlichen und sensiblen internen Daten. Kann ich gar nicht oft genug sagen. Und sensibilisiert für Datenschutz sind wir spätestens seit dem 25. Mai 2018 und der finalen Einführung der DSGVO. Oder?

So bin ich äußerst pragmatisch.

Das, was an Infos nach draußen darf, gehört ganz klar nach draußen. Der Rest nicht. Auch in keine Cloud oder auf sonstwelche Plattformen. Damit definiere ich Vertrauen in Tools, Prozesse und Daten als „Funktionalität“ im Sinne meines Geschäfts.

Jau, auch als Solopreneur:in musst Du Dich um digitale Abschirmung kümmern!

Ansätze für technisches Vertrauen und Expertise

In puncto Transparenz vertrete ich die Meinung: Sobald Du als Selbstständige:r im Netz sichtbar bist mit Inhalten, solltest Du sagen, an welcher Stelle bei Dir KI zum Einsatz kommt. Ganz gleich, ob es Text, Bild oder Video ist. Auch automatisierte Antworten als Chatbot auf Deiner Webseite zum Beispiel.

So groß ist der Aufwand nicht. Nicht in einem Online-Beitrag, nicht für einen fixierten Beitrag auf einer Social-Media-Plattform. Ob Du das in Deinem Blog mit einem Extra-Artikel ist, ein Hinweis im Impressum oder in der Datenschutzerklärung, im Footer-Bereich Deiner Webseite…

Ich empfinde das eher als förderlich denn als übertrieben. Schließlich zeigt es Deinem Publikum, Deiner Leserschaft, dass Du transparent und sorgsam und last but not least auch ziemlich uptodate bist.

Wie funktioniert die also Technik für Dich? Mache Deine KI-Entscheidungen nachvollziehbar. Zeige,

  • wo Du sie gebrauchst.
  • wofür Du sie zu Rate ziehst.
  • wo Du Grenzen setzt.

Ohnehin, die Kontrolle über die Daten, die von Dir und mir im Netz kursieren, das sollte immer oberste Prio haben. Das ist keine Phrase, sondern Daueraufgabe. Mein Credo: Ich gebe volle Pulle Persönlichkeit, jedoch null Privates in dieses Internet.

Die Erfahrung lehrt mich: Lernen durch Ausprobieren und Reflexion ist kein Nice-to-Have, sondern Bestandteil der täglichen Arbeit. Privat, beruflich und persönlich. Dasmakla.

Ich wähle in allen Prozessen zwischen Eigenverantwortung und Automatisierung. Du auch?

Eigene Kriterien: Was ist Dir wichtig?

Wie in vielen Dingen, ist das, Dein!, System komplex. Eigenschaften, Ausrichtung, Ziele, Auswirkungen bedingen sich gegenseitig. Nicht alles kannst Du zu 100% umsetzen. Von Aufgabe zu Aufgabe, von Projekt zu Projekt, von Kontakt zu Kontakt schaue ich auf

Sicherheit: Datenschutz, Compliance, Ethik

Nutzen: Effizienzsteigerung vs. Aufwand

Mensch im Mittelpunkt: Technik als Werkzeug, nicht als Ersatz

Du auch? Du siehst, es sind ganz häufig qualitative Stellschrauben. Ein paar praktische Tipps für digitale Prozesse und Online-Sichtbarkeit möchte ich Dir mit an die Hand geben.

Sie müssen für Dich, Deine Persönlichkeit passen und Deine Bedürfnisse bedienen. Und erst einmal nur Deine. Schließlich ist das meine Brille als Digital Stratege und Systemischer Coach.

Wähle Deine Tools sorgfältig aus und überlege Dir Kriterien für die passende Software. Ich wähle zum Beispiel nach und nach europäische Alternativen zu Software, wo der Geldfluss bis dato über den Atlantik floss.

Gestalte Deine Prozesse geschmeidig: Vielleicht ist Agilität noch ein zu großes Schlagwort. Flexibel und anpassungsfähig zu sein, mit Feedbackschleifen gekonnt umzugehen, überraschende Ergebnisse zuzulassen – das sind die Gebote der Stunde. Hauruck funzt in der Regel nur, wenn Du mächtige Tools, viel Geld auf der hohen Kante oder ein starkes Team an Deiner Seite weißt.

Für mich ist (für Dich) das Wichtigste: erst einmal sichtbar zu sein. Online und offline. Netzwerke schaden nur denjenigen, die sich nicht aufs Parkett begeben. Sei authentisch, identifiziere Deine Nischen-Zielgruppe und bediene deren Kanäle.

„Ganz einfach“, um es mit den Worten meiner dementen Muddi zu sagen. Nun, wahrscheinlich ist es das. Ein Blick von Außen hilft, wenn Du selber den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst.

Zusammengefasst: Vertrauen ist Prozess, Haltung und Entscheidung.

Ich begreife technisches Vertrauen beziehungsweise Vertrauen in Technik als dynamischen Lernprozess, der einerseits persönliche und andererseits technische Aspekte verbindet.

Vertrauen ist für dich als Solopreneur:in kein abstraktes Konzept, sondern ein praktischer Kompass für deine Souveränität – im Business wie im Umgang mit Technik.

Ich bin sicher, Deine Erfahrung zeigt auch Dir: Erfolg entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch kluge Nutzung des Vorhandenen – sei es dein Netzwerk, Deine Skills oder digitale Tools. KI und Automatisierung sind dabei keine Bedrohung, sondern…

Werkzeuge, die Dir Zeit und Raum für das Wesentliche geben und Deine Expertise sichtbar machen, um echte Verbindungen auf Augenhöhe zu leben.

Als Systemischer Coach und Digital Stratege begleite ich Dich dabei, technisches Vertrauen aufzubauen – nicht als Selbstzweck, sondern als Befreiung von Ballast. Ob bei der Auswahl europäischer Software, der transparenten Kommunikation Deiner KI-Nutzung oder der Gestaltung agiler Prozesse: Es geht darum, Deine Stimme zu stärken und gleichzeitig die Kontrolle über Deine Daten und Entscheidungen zu behalten.

Denn am Ende zählt nicht, wie viel Du über Technik weißt, sondern wie souverän Du sie für Deine Ziele einsetzt – ohne Dich selbst oder Deine Werte zu verraten.

In einer Welt, die oft Hauruck und Hype feiert, setze ich auf Reflexion, Pragmatismus und Deine individuelle Entwicklung. Denn Vertrauen in Technik und Prozesse ist kein Sprint, sondern ein Bewusstseinsweg, der Dich gestärkt und handlungsfähig durch die digitale Transformation führt.

Okay?

In diesem Sinne: Herzliche Grüße aus dem Bergischen Land,
Dein Christoph Ziegler
Moderation | Beratung | Coaching

(Photocredit: Alexstar via depositphotos)

About the Author

J. Christoph Ziegler ist Social Media Stratege und der Kopf bei kumulus ® – besonnen, auf Augenhöhe und immer wohlwollend kritisch. Sein Credo? Offline-Business online beleben! Hier im kumulus-Blog liefert er Impulse zum Start in Social Media und gibt zwischendurch kurze und knackige Tipps für soziale Netzwerke und eine gelungene Kommunikation.

FAQs

Worum Geht's hier im kumulus Blog?

Der kumulus-Blog ist eine Art Potpourrie mit verschiedenen Kategorien – allen gemein: Es geht um digitale Kommunikation, eine authentischer Auftritt in sozialen Netzwerken, um (Selbst-) Coaching und wie Du Dir Dein Leben mit digitaler Art in und mit Social Media einfacher machst.

Wie kann ich die Beiträge aus dem kumulus Social Media Blog abonnieren?

Das ist total einfach: Abonniere das Flugblatt und dann bekommst Du ein- bis zweimal im Monat Christophs Newsletter. Darin findest Du den aktuellen Artikel und auch Evergreens verlinkt, die thematisch zueinander passen. Natürlich erhältst Du dort auch Angebote, die es woanders nicht gibt. Ebenso selbstverständlich kannst Du Dich am Ende jeder E-Mail aus dem Verteiler austragen.

Wo werde ich meine noch unbeantworteten Fragen los?

Im Kontaktformular kannst Du Christoph ganz unkompliziert eine E-Mail schreiben oder einen kostenlosen Telefon- oder Videotermin vereinbaren.

Verwandte Artikel aus dem kumulus-Blog:

Diese Beiträge freuen sich auf Deine Lektüre.